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Etikette
Umgangsformen und Verhaltensweisen im Dojo
- Beim Betreten und Verlassen des Dojos verbeugen wir uns stehend.
- Die Straßenschuhe bleiben im Eingangsbereich. Im Dojo (außerhalb der Matte) tragen wir Zori (jap. Sandalen).
Beim Betreten der Matte werden die Zori in das dafür vorgesehene Regal am Mattenrand gestellt.
- Wir respektieren unsere Trainingsutensilien. Gi werden regelmäßig gewaschen (bei warmem Wetter oder
intensivem Training vor jedem Trainingstag) und in gutem Zustand gehalten. Hakama können in größeren Abständen
gereinigt/gewaschen und dessen Falten gebügelt werden und sind allgemein in gutem Zustand zu halten. Gi werden
grundsätzlich am Ende eines Trainingstages mit nach Hause genommen, Hakama können auf Bügeln im Umkleideraum
aufgehängt werden.
- Während des Unterrichts wird weder auf noch außerhalb der Matte gegessen, getrunken oder Kaugummi gekaut.
Das gesamte Dojo ist Nichtraucherzone. Vor dem Training verzichte bitte auch auf die "letzten paar Züge" vor der
Dojotür - das Training mit einem nach kaltem Rauch riechenden Übungspartner ist nicht besonders angenehm. Dies gilt
auch für den übermäßigen Genuss von Zwiebeln, Knoblauch oder ähnlichem vor dem Training. Alkoholische Getränke dürfen
nach dem Training nicht getrunken werden solange noch Gi und Hakama getragen werden.
- Alkohol, bestimmte Medikamente (z.B. Schmerzmittel) und andere Narkotika beeinflussen Sinne und allgemeine
Körperfunktionen erheblich. Da dies eine nicht zu verantwortende Gefahr für die körperliche Unversehrtheit aller
Beteiligten darstellt, ist die Teilnahme am Unterricht unter (jeglichem) Einfluss solcher Mittel strikt untersagt.
- Während des Unterrichts darf kein Schmuck getragen werden - inklusive Ringe und Piercings jeglicher Art.
- Finger- und Fußnägel müssen kurz und möglichst stumpf gehalten werden. Die Füße müssen sauber sein.
- Benutze niemals Trainingsbekleidung oder -waffen anderer.
- Beim Betreten und Verlassen der Matte verbeugen wir uns stehend in Richtung der Shomen.
- Einige Minuten vor Unterrichtsbeginn sollten individuelle Aufwärmübungen abgeschlossen sein. Die Schüler reihen sich
an der Shimoza in formeller Sitzposition (Seiza) auf und warten auf das Erscheinen des Sensei auf der Matte. Diese Minuten
der Meditation sollen es ermöglichen, die Probleme des Tages abzustreifen und sich geistig auf den Unterricht vorzubereiten.
- Spätestens wenn Sensei die Glocke anschlägt sollen alle Gespräche beendet werden und die formelle Sitzposition
eingenommen werden.
- Pünktlichkeit zum Unterricht und die Teilnahme an der Eröffnungszeremonie sind äußerst wichtig. Solltest Du
unvermeidbar zu spät erscheinen, dann warte in Seiza am Mattenrand bis Sensei die Erlaubnis zur Teilnahme am Unterricht
gibt. Beim Betreten der Matte verbeugst Du Dich dann sitzend und ohne Klatschen in Richtung Shomen.
- Die einzig korrekte Form auf der Matte zu sitzen ist in Seiza. Bei Knie- oder Fußverletzungen kann auch der
"Schneidersitz" eingenommen werden. Sitze niemals mit ausgestreckten Beinen, zurückgelehnt, oder an Wände oder Pfeiler
anlehnend.
- Während des Unterrichts kann die Matte nur im Falle einer Verletzung oder bei Unwohlsein und nur nach Erlaubnis
des Sensei verlassen werden.
- Wenn Sensei eine Technik demonstriert oder Erläuterungen gibt sitzen wir ruhig und aufmerksam in Seiza. Gibt Sensei
das Signal zum Üben, so verbeugen wir uns zu Sensei, dann zu einem Trainingspartner (üblicherweise einem Sitznachbarn
und mit Gruß "Onegai shimasu"), und beginnen unverzüglich mit dem Üben.
- Signalisiert Sensei das Ende einer Übung (z.B. durch Klatschen), so beenden wir unverzüglich die Übung, verbeugen
uns zum Partner (stehend, und mit "Domo" oder "Domo arigato") und setzen uns schnellstmöglich mit den anderen Schülern
in einer Reihe an den Mattenrand. Hierbei gibt es keine Sitzordnung.
- Während der Übungen stehen wir niemals untätig umher. Sollte die Schülerzahl nicht glatt in Paaren aufgehen, so muss
eine Gruppe zu dritt üben. Dabei wechseln sich zwei Übende als Angreifer (Uke) ab, der Dritte ist Angegriffener (Nage).
Nach vier Ausführungen wechselt die Besetzung des Nage. Sollte es dennoch einmal notwendig sein, auf das "Dran-sein"
warten zu müssen, so sitzen wir dabei ruhig in Seiza.
- Solltest Du während des Übens eine Frage haben, so rufe bitte niemals den Sensei zu Dir. Stattdessen solltest Du zu
Sensei gehen und Dich förmlich verbeugen.
- Erhältst Du persönliche Unterweisungen vom Sensei, so sitze aufmerksam in Seiza. Wenn jemand in unmittelbarer Nähe
unterrichtet wird, so kannst Du die Übung unterbrechen und in Seiza sitzend zuschauen - dies ist aus Platzgründen
manchmal sogar notwendig. In jedem Fall verbeugst Du Dich zum Sensei (mit "Domo arigato, Sensei") sobald dieser das
Signal zum Weiterüben gegeben hat.
- Respektiere Aikidoka mit mehr Erfahrung. Diskutiere nicht über die Technik.
- Respektiere Aikidoka mit weniger Erfahrung. Dränge anderen nicht Deine Ideen auf.
- Wenn Du die gerade geübte Technik kennst, Dein Übungspartner aber nicht, so kannst Du diesen durch die Technik
führen. Versuche nicht Deinen Trainingspartner zu korrigieren oder unterrichten - es sei denn Du bist fortgeschrittener
Yudansha oder vom Sensei dazu berechtigt.
- Begrenze Reden auf der Matte auf das absolute Minimum. Aikido ist Erfahrung.
Dieser Beitrag basiert auf dem 7. Kapitel des Trainingshandbuchs des Aikido Dojo Rodgau in der Version vom Februar 2008. Die aktuelle Version des Handbuchs gibt es hier.
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